Faszinierende TechnikSwissloop Tunneling gewinnt Innovationsaward für Bohrmaschine

Mit 1000 km/h emissionsfrei um die Welt – davon träumt Elon Musk, der Anfang September 12 Teams von Studierenden zur «Not-a-boring-Competition» in Las Vegas empfing. Swissloop Tunneling überzeugte die Jury mit ihrem innovativen Ansatz basierend auf viel Schweizer Technologie.

16.9.2021

Schweizer Ingenieurskunst für die Mobilität von morgen

Vision Hyperloop: Tunnel als Schlüsseltechnologie

Mit bis zu 1000 km/h emissionsfrei um die Welt reisen – diese Vision verfolgt Elon Musk mit dem Hyperloop-Konzept. Kapselähnliche Pods sollen sich in Vakuumröhren bewegen und den Fernverkehr grundlegend verändern. Damit das möglich wird, braucht es vor allem eines: effiziente, kostengünstige Tunnelbaulösungen.

Von 400 Bewerbungen ins Finale

Um neue Ideen für den Tunnelbau zu fördern, lancierte The Boring Company 2020 die «Not-a-Boring-Competition». Aus rund 400 internationalen Bewerbungen qualifizierten sich zwölf Teams – darunter Swissloop Tunneling, gegründet von Studierenden der ETH Zürich. Ihre Tunnelbohrmaschine «Groundhog Alpha» trat gegen internationale Favoriten an.

Tunnelbau unter Extrembedingungen

Im September 2021 trafen sich die Finalisten in der Mojave-Wüste. Bei bis zu 44 Grad, Sandstürmen und Gewittern meisterte Groundhog Alpha alle Sicherheitsprüfungen und qualifizierte sich fürs Finale. Zwar ging der Gesamtsieg an das deutsche Team TUM Boring, doch Swissloop Tunneling wurde für seinen Ansatz mit dem Innovations- und Designaward ausgezeichnet.

Tunnelbau unter Extrembedingungen: trotz brütender Hitze, Sandsturm und Gewittern qualifizierte sich Swissloop Tunneling für das Finale der Not-a-boring-Competition.

3D-gedruckte Tunnelwände während des Bohrens

Herzstück der Maschine ist der sogenannte Tunnelliner. «Während des Bohrens wird gleichzeitig eine rund 15 Millimeter dicke Tunnelwand mittels 3D-Druck aufgebaut. Das stabilisiert den Tunnel und verhindert das Eindringen von Wasser, Steinen oder Schmutz», erklärt Elena Krasnova.  

Hydraulik, Präzision und Schweizer Know-how

Damit Groundhog Alpha auch Kurven graben kann, setzt das Team auf ein hydraulisches Hexapod-System. Sechs Präzisionszylinder erlauben Bewegungen in sechs Freiheitsgraden. Die Hydraulik wurde von der Firma Hagenbuch gesponsert und auch sonst steckt viel Schweizer Technologie und Know-how im Projekt  

Nachwuchs, der Zukunft baut

Für Swissloop Tunneling endet das Projekt nicht mit dem Wettbewerb. Das Team rekrutiert bereits für die nächste Runde. Ziel bleibt, das Tunnelbohren nachhaltiger, schneller und günstiger zu machen – und jungen Talenten eine Plattform zu bieten, um Zukunftstechnologien aktiv mitzugestalten. 

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Wer baut die schnellste Tunnelbaumaschine?
Swisssloop Tunneling, ein Studierenden-Team der ETH Zürich, nimmt am Not-A-Boring-Wettbewerb von Elon Musk teil. Das Team besteht aus über 40 Studierenden aus den Bereichen Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik sowie Wirtschaft. Ihr Ziel ist es, die Tunnelbauindustrie so zu revolutionieren, dass in Zukunft Hyperloop-Röhren effizienter und günstiger gebaut werden können.

Dein Einstieg in die Tech-IndustrieAusbildungswege mit Perspektive

Solche Innovationen entstehen dort, wo Ausbildung, Neugier und Praxis aufeinandertreffen. Ob Hochschule, Fachhochschule oder Industrie: Die Schweizer Tech-Industrie bietet zahlreiche Wege, selbst an Lösungen für morgen mitzuwirken.