16.9.2021
Mit bis zu 1000 km/h emissionsfrei um die Welt reisen – diese Vision verfolgt Elon Musk mit dem Hyperloop-Konzept. Kapselähnliche Pods sollen sich in Vakuumröhren bewegen und den Fernverkehr grundlegend verändern. Damit das möglich wird, braucht es vor allem eines: effiziente, kostengünstige Tunnelbaulösungen.
Um neue Ideen für den Tunnelbau zu fördern, lancierte The Boring Company 2020 die «Not-a-Boring-Competition». Aus rund 400 internationalen Bewerbungen qualifizierten sich zwölf Teams – darunter Swissloop Tunneling, gegründet von Studierenden der ETH Zürich. Ihre Tunnelbohrmaschine «Groundhog Alpha» trat gegen internationale Favoriten an.
Im September 2021 trafen sich die Finalisten in der Mojave-Wüste. Bei bis zu 44 Grad, Sandstürmen und Gewittern meisterte Groundhog Alpha alle Sicherheitsprüfungen und qualifizierte sich fürs Finale. Zwar ging der Gesamtsieg an das deutsche Team TUM Boring, doch Swissloop Tunneling wurde für seinen Ansatz mit dem Innovations- und Designaward ausgezeichnet.
Herzstück der Maschine ist der sogenannte Tunnelliner. «Während des Bohrens wird gleichzeitig eine rund 15 Millimeter dicke Tunnelwand mittels 3D-Druck aufgebaut. Das stabilisiert den Tunnel und verhindert das Eindringen von Wasser, Steinen oder Schmutz», erklärt Elena Krasnova.
Damit Groundhog Alpha auch Kurven graben kann, setzt das Team auf ein hydraulisches Hexapod-System. Sechs Präzisionszylinder erlauben Bewegungen in sechs Freiheitsgraden. Die Hydraulik wurde von der Firma Hagenbuch gesponsert und auch sonst steckt viel Schweizer Technologie und Know-how im Projekt
Für Swissloop Tunneling endet das Projekt nicht mit dem Wettbewerb. Das Team rekrutiert bereits für die nächste Runde. Ziel bleibt, das Tunnelbohren nachhaltiger, schneller und günstiger zu machen – und jungen Talenten eine Plattform zu bieten, um Zukunftstechnologien aktiv mitzugestalten.
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